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das AMBULANT UNTERSTÜTZTE WOHNEN:

Unser Angebot

Das Wohntraining ist eine flexible Wohn- und Lebensform, unter der die Entwicklung und die Schwere der Behinderung sowie die damit verbundenen Einschränkungen berücksichtigt werden. Hat ein Mensch mit einer Behinderung die Fähigkeit und Fertigkeit entwickelt sowie den Willen, mit einem anderen Menschen mit Behinderung oder auch alleine zu leben, eröffnet ihm die Lebenshilfe, eine dieser Lebens- und Wohnformen wählen zu können. Allerdings muss dabei gewährleistet werden, dass bei einer Verschlechterung der Fähigkeiten, z. B. durch Alter oder Krankheit, ein Wechsel in eine Wohnform mit intensiverer Betreuung möglich ist (z. B. in eine Wohnstätte).

Das intensive Einzeltraining findet außerhalb der Wohnstätten in selbst angemieteten Wohnungen statt. Es wendet sich an Menschen mit Behinderung, die weitestgehend mit pädagogischer Unterstützung/Förderung selbstständig leben können und sich auf einen Wechsel in das Ambulant unterstützte Wohnen vorbereiten wollen. Um den unterschiedlichen Bedürfnislagen und Fähigkeiten der Bewohner/innen gerecht werden zu können, bietet die Lebenshilfe Rhön-Grabfeld e. V. ein differenziertes Wohnangebot hinsichtlich der Intensität der Assistenz an:

  • Wohnform (wohnen allein oder zu zweit, Wohngruppen, seniorengerechte Wohnungen)
  • räumliche Ausstattung und Wohngruppengröße
  • Verteilung in verschiedene Gemeinden des Landkreises Rhön-Grabfeld mit gemischter Sozialstruktur, günstiger Verkehrsanbindung und infrastruktureller Nähe zu Geschäften und Freizeitmöglichkeiten

Die Hilfe zur Selbsthilfe ist Leitlinie der pädagogischen Arbeit. Die „Trainingswohnungen“ sind Eingliederungshilfe nach § 93d BSHG für den nach § 39 BSHG beschriebenen Personenkreis. Mit den „Trainingswohnungen“ ist ein Teil des gemeindenahen und regional orientierten Versorgungskonzeptes verwirklicht worden.

Das Ziel im Ambulant unterstützten Wohnen ist, Menschen mit Behinderung in der persönlichen Gestaltung ihres Lebens so zu unterstützen, dass sie entsprechend ihrer Fähigkeiten so eigenständig wie möglich in einem eigenen Haushalt leben können. Ambulant unterstütztes Wohnen – Ein Schritt zur Normalisierung der Lebensverhältnisse. Das Ambulant unterstützte Wohnen ermöglicht, entsprechend der im Grundgesetz verankerten freien Persönlichkeitsentfaltung und der freien Gestaltungsmöglichkeit der individuellen Wohnform, dass Menschen mit Behinderung in vergleichbaren Strukturen wie Menschen ohne Behinderung wohnen und leben können. Durch eine qualifizierte Assistenz und Begleitung sind Menschen mit Behinderung in der Lage, alleine oder mit einem Mitbewohner in einer eigenen Wohnung leben und ihren Alltag weitestgehend selbstständig gestalten zu können.

Um eine größtmögliche Normalisierung zu erreichen, legen wir Wert darauf, dass die Betreuten selbst Mieter ihrer Wohnung sind. Ziel des Ambulant unterstützten Wohnens ist es, die Menschen mit Behinderung dahingehend zu fördern bzw. zu mobilisieren, dass diese sich in ihren alltäglichen Lebens- und Wohnsituationen weitgehend selbstständig zurechtfinden. Wir verfolgen mit unseren Angeboten, wie Beratung, Begleitung und Assistenz, dass unsere Bewohner die größtmögliche Unabhängigkeit von fremder Hilfe erlangen und sich ihnen durch die zunehmende Selbständigkeit neue Lebenschancen und Perspektiven eröffnen. Vor allem aber soll ihnen dadurch das Gefühl vermittelt werden, so leben und wohnen zu können wie Menschen ohne Behinderung.

Positiv auf die Entwicklung der Persönlichkeit wirkt sich zudem aus, dass die Bewohner selbst Mieter ihrer Wohnung sind (und nicht mehr „nur“ Heimbewohner). Das Gefühl, für sich verantwortlich zu sein, kann zu einer Steigerung der Selbstsicherheit und des Selbstbewusstseins führen. Unsere Mitarbeiter/innen unterstützen die Bewohner durch Beratung, Begleitung und Assistenz in folgenden Bereichen:

Individuelle Grundversorgung

  • Ernährung
  • Körperpflege und persönliche Hygiene (Haushalt)
  • Aufstehen und Zu-Bett-Gehen
  • An- und Ausziehen

Alltägliche Lebensführung

  • Einkaufen (sachgemäßer Umgang und Lagerung von Lebensmitteln, Frische, Haltbarkeit, etc.)
  • Zubereitung von Zwischen- und Hauptmahlzeiten
  • Geldverwaltung (Haushaltsgeld, Taschengeld)
  • Wäschepflege (sortieren, waschen, bügeln)
  • Ordnung in den eigenen sowie in den gemeinschaftlichen genutzten Räumen (Hausordnung)
  • Regeln von finanziellen und (sozial-)rechtlichen Angelegenheiten (Bankgeschäfte, Schriftverkehr, Behördengänge)

Gestaltung sozialer Beziehungen

  • Aufrechterhaltung und Aufbau stabiler sozialer Beziehungen zu Mitbewohnern, Angehörigen, Freunden, fremden Personen und Gruppen
  • Teilnahme am kulturellen und gesellschaftlichen Leben
  • Vermeidung von Isolation
  • Einhaltung von Absprachen
  • Klärung von Konflikten
  • Gestaltung der freien Zeit (Hobbys, Teilnahme an Freizeitangeboten)

Emotionale und psychische Entwicklung

  • Bewältigung von Angst, Unruhe, Spannungen, Antriebsstörungen, paranoider oder affektiver Symptomatik, allgemeinen und persönlichen Problemen
  • Umgang mit und Abbau von erheblich selbst- und fremdgefährdenden Verhaltensweisen
  • Krisenintervention
  • Gesundheitsförderung und –erhaltung
  • Beobachtung und Überwachung des Gesundheitszustandes
  • gesundheitsfördernder Lebensstil (gesunde Ernährung, spezielle Diäten)
  • Umgang und Kontrolle bei Suchtmitteln (Alkohol)
  • Ausführung ärztlicher oder therapeutischer Verordnungen
  • Begleitung zu Arztbesuchen

Arbeit und Tagesstruktur

  • Kontakt zur „Werkstatt für behinderte Menschen“ der Lebenshilfe Schweinfurt (Absprache mit Gruppenleiter, Planung)
  • Kontakte zu Arbeitgebern und Arbeitsstellen außerhalb der WfbM
  • Kontakt zu Einrichtungen, die tagesstrukturierende Angebote bieten

Orientierung

  • Orientierung in vertrauter und fremder Umgebung
  • Erreichbarkeit und Zugang der öffentlichen Verkehrsmittel (Bus, Bahn)

Sonstiges

  • Hilfe bei der Wohnungssuche und Begleitung bei Besichtigungsterminen
  • Ausstattung und Einrichtung der eigenen Wohnung
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